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Vergleich von Stallböden in der Kälbermast
In Abstimmung mit der Landwirtschaftskammer NRW und dem Bundesverband führt die Fachhochschule Südwestfalen (Soest) einen Vergleich verschiedener Stallböden durch. In einem praktischen Betrieb im Kreis Borken wird über die Dauer einer Mastperiode das Verhalten der Kälber mit Kameras aufgezeichnet und anschließend ausgewertet. Im Mittelpunkt steht dabei die Tierschutzforderung, daß die Böden rutschfest und trittsicher sein sollen. Verglichen werden der praxisübliche Holzboden, ausgelegte Gummimatten, ein perforierter Plastikboden und ein mit einer elastischen Auflage ummantelter Spaltenboden.
Klarstellungen zum NRW-Erlaß über
“Anforderungen an die Liegefläche bei der Kälberhaltung”
Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) stellte in einem Erlaß fest, daß Hartholz- sowie Betonspaltenböden in der Kälberhaltung nicht das erforderliche Kriterium der Rutsch- und Trittsicherheit erfüllen und auch keine bequeme Fläche zum Liegen darstellen. Diese Böden entsprächen nicht den tierschutzrechtlichen Anforderungen Sie seien durch geeignete Maßnahmen (z.B. Einfräsen von Rillen, Gummibelag) tiergerechter zu gestalten.
Zur Klärung und Umsetzung des Erlasses fand auf Veranlassung des Bundesverbandes am 17.12.2010 im Ministerium in Düsseldorf ein Fachgespräch statt.
Dies führte zu folgendem Ergebnis:
- Für die Trittsicherheit der Spaltenböden in der Kälberhaltung ist das Fütterungsmanagement von großer Bedeutung. Den Kälbermästern wird daher empfohlen bei der Fütterung für ausreichende Mengen an strukturiertem Futter (Maissilage, Kraftfutter, Stroh..) zu sorgen und den Fettanteil in Milchaustauschern auf das mindest erforderliche Maß zu reduzieren. Ziel der Fütterung muß es u.a. sein eine festere Beschaffenheit des Kälberkotes zu gewährleisten.
- Zur Veränderung der Oberflächenstruktur der Spaltenböden schlägt die Wirtschaft vor anstelle der vorgeschlagenen Maßnahmen (z.B. Einfräsen von Rillen, Gummibelag) praxisübliche Rutschleisten im Abstand von ca 80cm anzubringen.
- Da die derzeitigen Böden nur bedingt bequem und weich sind, wird der Bundesverband die derzeit in den Niederlanden laufenden Versuche über unterschiedliche Böden soweit wie möglich begleiten. In Abhängigkeit der Ergebnisse der niederländischen Vergleichsstudien -voraussichtlich 2013- soll dann über mittelfristig zu treffende Maßnahmen entschieden werden.
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